Das Projekt »Klimawald«

Es ist einer der letzten sonnigen Nachmittage im Herbst. Überall sind Schüler und Baumpaten damit beschäftigt Löcher für die vielen verschiedenen Baumsetzlinge aus zu heben. Dreckbrocken und kaputte Werkzeuge liegen auf der Wiese hinten an der Feuerwache herum. Es ist schon so etwas wie Euphorie zu spüren, nach der vielen theoretischen und organisatorischen Arbeit, die in dieses Projekt investiert wurde. Endlich sieht man das Ergebnis des ganzen Spendensammelns und Recherchieren. Um die fünfzig Bäume wurden von dem gesammelten Geld gekauft, die mithelfen sollen das Klima zu verbessern, indem sie Kohlenstoffdioxid binden. 

Das mittlerweile klassische Thema »Treibhauseffekt« ist jedem bekannt. Sonnenstrahlen treffen auf die Erde und treten unter normalen Umständen zum Teil wieder aus. Einige Gase in der Atmosphäre, wie Methan und Kohlenstoffdioxid, hindern eine gewisse Menge an Sonnenlicht am Austritt aus der Atmosphäre. Das Resultat ist, dass sich die Erde erwärmt.

Dieser Effekt ist sogar sehr wichtig für uns, denn ohne ihn wäre es auf der Erde um einiges kälter, als es nun der Fall ist. Das Problem dabei ist nur, dass durch die Verbrennung von fossilen Brennstoffen, wie Erdöl oder Steinkohle, übermäßig viel Kohlenstoffdioxid freigesetzt wird, das in die Atmospäre aufsteigt und so den natürlichen Treibhauseffekt verstärkt. Das hat zur Folge, dass es immer wärmer werden wird, bis die Polkappen schmelzen und so weiter und sofort. Den Rest kann sich ein jeder selber ausmalen, aber falls es soweit kommt, ist das Ausmaß dieser Katastrophe gewaltig.

Trotz dieser schlimmen, wenn auch wenig absehbaren Folgen beschäftigen sich selbst die mächtigsten Länder dieser Welt viel zu wenig mit diesem Thema. Während man vom Klimagipfel allerhöchstens ein paar Mal liest, was nicht alles schief gegangen ist, wird dagegen wochenlang von der Finanzkrise berichtet, die ja so sehr unser ganzes Leben bestimmt. Also wenn die Politik nicht eingreift, muss man es selbst in die Hand nehmen.

So denken auch die Schüler, die sich unter der Leitung von Herrn Hoffmann für das Projekt engagieren. Der Gedanke, der diesem Wald zu Grunde liegt, ist nämlich der, dass Bäume Kohlenstoffdioxid aus der Luft filtern und daraus zusammen mit Wasser Glukose herstellen, welcher im Holz eingelagert wird. Und bei der Verbrennung des Holzes wird dann auch nur wieder so viel Kohlenstoffdioxid frei gesetzt, wie der Baum zuvor gebunden hat.

Das nun neu entstandene Wäldchen auf dem Schulgelände ist bei Weitem noch nicht fähig das Klima zu verändern, aber mit einer steigenden Anzahl an Bäumen und mit einer Wachstumsrate der Setzlinge von circa 35 cm pro Jahr kann aus diesem Projekt noch einiges werden. Es liegt an jedem von uns die Welt zu retten und nichts ist da besser, als jedes Jahr ein paar Bäume zu pflanzen. Das besonders Schöne am Wäldchen an unserer Schule ist, dass jeder dort einen Baum stiften darf und auch selber welche mitbringen kann. Die Größe spielt keine Rolle. Außerdem bekommt man eine Baumpatenurkunde ausgestellt, die einem den Besitz an dem Baum bestätigt und an dem Baum wird ein Schildchen angebracht, auf dem der Besitzer vermerkt ist. So kann das Frühjahr des Jahres 2012 genutzt werden, um das entstandene Wäldchen aufzuforsten. Hilfe aus jeder Stufe ist erwünscht, sei es in Form einer Spende oder seiner Arbeitskraft.