Exkursion zur 'Büchels-Blick-Milchtankstelle'

Der Erdkunde-Grundkurs der Q1 unter der Leitung von Frau Busch führte am 10.11.2015 eine Exkursion zur Milchtankstelle in Odenthal/Voiswinkel durch. Los ging es nach der zweiten Stunde mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Als wir nach einer Stunde ankamen, wurden wir freundlich vom Milchbauern in Empfang genommen.

Zunächst hielt Herr Büchel einen Vortrag über sein Leben als Milchbauer und teilte uns wichtige Informationen über seinen Hof mit. Die Familie Büchel besitzt 57 Milchkühe, darunter einen Bullen, der zur Fortpflanzung dient. Sein Bauernhof erstreckt sich auf eine Fläche von 60 Hektar, was ungefähr 133 Fußballfeldern entspricht.

Dies lässt sich in 45 Hektar Weideland und 15 Hektar Ackerbau aufteilen. Auf diesen 15 Hektar Ackerbau, so berichtete er uns, baut er sein eigenes Futter an, um zum einen immer denselben Geschmack der Milch zu produzieren und zum anderen immer die exakte Menge an Futter den Tieren zu ermöglichen. Des Weiteren verdeutlichte er uns, dass die Abschaffung der Milchquote im April dieses Jahres für ihn und alle anderen Milchbauern erhebliche Nachteile mit sich brachte.

Einige Bauern im Umland vergrößerten ihre Höfe um mehr Kühe zu halten und mehr Milch zu produzieren zu können. Um dies zu ermöglichen nahmen sie hohe Kredite auf, die sie mit einem heutigen Milchpreis von 26 Cent pro Liter unmöglich zurückzahlen können und somit stehen sie kurz vor dem Ruin. Daraufhin zeigten uns Herr und Frau Büchel die Ställe, in denen die Kühe nächtigen. Wir trafen auf ein Kalb, namens Poldi, 2 Milchkühe, die an diesem Tag zum Schlachter gebracht wurden und ebenfalls auf den Bullen. Hier lernten wir eine sehr wichtige Theorie des Bauern kennen. „Die Kühe geben täglich 25 Liter Milch, um im Jahr die 8000 Liter zu erreichen. Dies machen sie bei uns nur 6 Jahre mit. Letztendlich wollen wir nämlich nicht den letzten Tropfen aus ihnen rausholen, um unnötigen Stress zu vermeiden. Wir besitzen schließlich keine Hochleistungskühe.“ Zudem muss die Kuh jährlich trächtig werden, bevor sie überhaupt Milch geben kann.
Kurz vor Schluss wurden uns sowohl die Melkmaschinen als auch andere Maschinen vom Hof gezeigt und erklärt.
Anschließend führten sie uns zu der Milchtankstelle, in diese stecken sie von ihren 2000 Liter erwirtschafteten Milch pro Tag 50 Liter. Nun durften wir diese Milch probieren und kaufen,  1€ pro Liter. Die Milch war ausgezeichnet, frisch und sahnig.
Der Besuch hat sich gelohnt!

Autoren: Sarah Neumann, Lukas Doll und Sandro Bosbach