Von Ostheim zurück ins antike Köln -

ein Geschichtsausflug mit der 6d

 

Am Dienstag, den 21. Juni 2016, verließen die Schülerinnen und Schüler der 6d ihren Klassenraum und begaben sich gemeinsam mit Frau Donig, Frau Kreter und Herrn Emde auf die römischen Spuren ihrer antiken Vorfahren. Mit der Linie 9 fuhr man vom freien Germanien aus am alten befestigten Brückenkopf Castrum Divitium im heutigen Deutz vorbei, über den Rhenus und stieg am Heumarkt aus. 

Dort, wo früher ein Seitenarm des Rheins verlief, spazierte man am Alter Markt vorbei und verweilte für einen Moment auf der Treppe am Rathausturm. Hier fiel es unseren Schülerinnen und Schülern nicht schwer, bedeutende Persönlichkeiten der Kölner Stadtgeschichte aus römischer Zeit zu identifizieren: Augustus, den ersten römischen Kaiser; Agrippa, der den germanischen Stamm der Ubier linksrheinisch ansiedelte; Agrippina, die Kölner „First Lady“ des Imperium Romanums; Kaiser Konstantin, unter dessen Herrschaft die erste bekannte Brücke über den Rhein führte.

 

Dann stiegen die Schülerinnen und Schüler durch eine unscheinbare Tür in der Kleinen Budengasse sprichwörtlich hinab in die Unterwelt. Dort betrat man ein in den Boden eingelassenes Foto der heutigen Stadt in Vogelperspektive, auf der die antiken Umrisse der Colonia eingezeichnet waren. Die Schülerinnen und Schüler teilten sich in Zweiergruppen auf und bearbeiteten ein Quiz zu den ausgestellten Exponaten und Ruinen des alten Statthalterpalastes, dem Praetorium. Sie ließen sich durch die anderen geführten Gruppen nicht stören und lösten fleißig ihre Fragen. Anschließend hatten sie sich ihr mitgebrachtes Picknick redlich verdient.

 

Nun wieder überirdisch schritt man den alten Cardo Maximus ab, die antike Nord-Süd-Achse – die heutige Hohe Straße – bis hin zu den Überresten des Nordtores der antiken Stadtmauer auf der Domplatte. Der Bogen des Haupttores mit der Inschrift CCAA befindet sich jedoch im Römisch- Germanischen Museum, unserem nächsten Ziel.

 

Dort empfing uns eine sachkundige Führerin, die uns das berühmte Dionysos-Mosaik, das große Grabmal eines Legionsveteranen und viele kunstvolle Diatretgläser zeigte. Sie staunte über tiefschürfende Fragen einiger Schülerinnen und Schüler und hätte sicherlich noch viel zu erzählen gehabt, wenn die einstündige Führung nicht bereits zu Ende gewesen wäre. Nun durfte sich die 6d noch eine ganze Stunde lang frei im Museum bewegen, bevor sie dann wieder mit der Bahn zurück nach Ostheim fuhr, ins freie Germanien.

 

F. Emde