Das Heine rockt - Artikel des Kölner Wochenspiegel

Schülerbands rocken vor dem Hauspublikum
Am Heinrich-Heine-Gymnasium wird nicht nur gebüffelt
von Sebastian Flick
(Kölner Wochenspiegel vom 04.07.12)

Ostheim (sf). Da hatten einige Besucher wohl den Bandnamen etwas falsch interpretiert: Während des Auftritts der Schülerband „67 Seals” flog eine aufblasbare Robbe über die Köpfe der Leute im Publikum. Ein kleines Missverständnis, dennn das englische Wort „seal” bedeutet sowohl Robbe als auch Siegel und nach letzterem hatte sich die Schülerband benannt.

Doch der kleine Übersetzungsfehler störte an diesem Abend weder Band noch Publikum: Beide hatten sichtlich viel Spaß, als die „67 Seals” beim Festival „Das Heine rockt” im Heinrich-Heine-Gymnasium loslegten. Zugabenrufe konnten jedoch nicht erfüllt werden, da der Konzert einen sehr straffen Zeitplan plan vorsah.
Nahtlos ging es nach den „67 Seals" über zur nächsten Band: Umhüllt von Rauchschwaden betraten die „Crocodiles” die Bühne. Auch wenn sie eine der jüngsten Bands sind, die an diesem Abend auftraten, sind die Mittelstufenschüler in Ostheim und Umgebung keine unbekannte Formation mehr: Auf vielen Festen und diversen Veranstaltungen waren sie bereits zu sehen und überzeugten stets ihr Publikum, so wie auch an diesem Abend, als sie mit dem Kings of Leon Klassiker „Use somebody" die Bühne enterten. Insgesamt sechs Bands bekamen die rund 300 Besucher zu sehen und vor allem zu hören.
Fünf von ihnen bestehen aus Schülern, die derzeit das Heinrich-Heine-Gymnasium besuchen,in der sechsten Band, „Planisphere”, spielen ehema¬lige Schüler des Gymnasiums, die das Publikum mit instrumentaler Rockmusik begeisterten.. Auch „Broadband XS”, die erstmals dabei waren und den Konzertabend eröffneten, kamen bei den größtenteils aus Schülern bestehenden Zuschauern sehr gut an, ebenso wie die Oberstufenband „Black Prelude” und die Abiturienten von „Freibier 2.0.”.
Organisiert wurde das Konzertspektakel von der Schü¬lervertretung des Heinrich-Heine-Gymnasiums, die dabei Unterstützung von der Musikfachschaft erhalten hatte. Nach der Premiere im vergangenen Jahr mit vier Bands ist das Line-Up dieses Jahr um zwei Gruppen gestiegen. Dabei steht der kulturelle und musikalische Aspekt immer im Mittelpunkt: „Wir wollen Schülerbands eine Möglichkeit geben, vor großem Publikum zu spielen”, erklärt Schülersprecherin Britta Wenzel.
Für die Finanzierung des Konzertabends – unter anderem für Technik, Licht und Security – konnten dieses Jahr mehr Sponsoren gefunden werden. Und auch in Zukunft soll am Heine weiter gerockt werden: „Wir wollen das ab jetzt jedes Jahr machen”, verrät Britta Wenzel. Und vielleicht wird die Robbe ja doch noch zum Dauer-Maskottchen des Festivals.