Exkursion zum Radioteleskop Effelsberg

Die beiden Physikkurse der EF von Frau Wolf und Herrn Lieber besuchten am Mittwoch den 1. Februar 2017 das Radioteleskop Effelsberg in der Eifel. 

Nach der einstündigen Busfahrt nach Effelsberg erreichten wir das Radioteleskop, welches eines der größten Radioteleskope der Welt ist. Seine Schüssel hat einen Durchmesser von 100 Metern. Vom Parkplatz bis zum Teleskop läuft man den „Planetenweg“. Hier sind sowohl die Entfernungen der Planeten in unserem Sonnensystem als auch ihre Größe im Vergleich zur Sonne maßstabsgetreu abgebildet und somit direkt erfahrbar.

Nach einer Tour vorbei am äußerst beeindruckenden Radioteleskop, hielt einer der Mitarbeiter, Herrn Junkes , eine zweistündigen Präsentation rund um das Thema ,,Radioteleskope“, welche sehr interessant und informativ war.
 Effelsberg wird das Radioteleskop zur Beobachtung von Pulsaren, kalten Gas- und Staubwolken, Sternentstehungsgebieten, Supernovaresten von schwarzen Löchern, Materiejets und Zentren ferner Galaxien eingesetzt. Abschließend lässt sich sagen, dass es ein sehr lohnenswerter Ausflug war und wir finden, dass in der Zukunft weitere Physikkurse nach Effelsberg einen Ausflug einplanen sollten.
(Ilhan Beganovic, Alexander Lech, Mirkelam Güler-Gatzke, Julian Stangenberg (EF))

Im Anschluss finden sich noch einige von Schülern ausgearbeitete Antworten  zu interessanten Fragen rund um das Teleskop. 


(1) 
Wie erhält das Teleskop Informationen aus dem Weltall und wie werden sie ausgewertet?

Das Teleskop empfängt mithilfe seiner großen Fläche und Antenne auch sehr schwache natürliche Radiowellen und wertet sie aus. Dies funktioniert so, dass die Metalloberfläche des Teleskops die kosmischen Radiowellen direkt in den Empfänger der Antenne reflektiert (Primärfokus) , es kann aber auch sein, dass die gebündelten Radiowellen nochmals gespiegelt und daraufhin in den Sekundärfokus, mit mehreren Empfängern geworfen werden. Diese Vorgänge sind nur aufgrund der parabelförmigen Bauweise möglich, da die Radiowellen gebündelt und präzise reflektiert werden müssen, um die Empfänger zu treffen. Die Radiowellen werden dann in elektrische Impulse umgewandelt, welche anschließend verstärkt  und in den Kontrollraum geschickt werden. Computerprogramme verwenden dann die erhaltenen Informationen um Bilder mit Farben zu erstellen, welche dann von den Wissenschaftlern ausgewertet werden können. (Alexander August)

2) Beeinflussen technische Geräte die Messungen des Teleskops? Wenn ja, welche und wie?

Ja, dass tun sie, indem sie künstliche Funk- bzw. Radiowellen erzeugen, die von dem Teleskope als Radiowellen aus dem Weltall gehalten werden. Ein Beispiel dafür sind Handys und die Zündung eines Autos. (Sury Philavong, EF) 

(3) Bis zu welcher Reichweite kann man Objekte mit dem Radioteleskop klar erkennen?

Aus dem Vortrag der am Radioteleskop von Herr Junkes gehalten wurde geht hervor, dass die einzige Reichweitenbegrenzung eines Radioteleskops das Vorhandensein von Radiowellen ist, das heißt, dass maximal bis zum Rand des Universums, das sich mit rasanter Geschwindigkeit ausdehnt, gemessen werden kann. Da die Sensorschüssel keine selbst gesendeten Signale zum Erkennen von Objekten verwendet, sondern natürliche Strahlung nutzt, ist keine Begrenzung vorhanden, da Objekte ohne eigene Strahlung mithilfe von Umrissen blockierter Radiowellen die von der elektrischen Signatur anderer strahlender Objekte ausgehen erkennbar sind und alle strahlenden Objekte (Sterne usw.) sowieso vom Empfänger erkannt werden.
(Niklas Timm, EF)